Multi-Agent-Patterns
Multi-Agent-Patterns beschreiben, wie mehrere KI-Agenten zusammenarbeiten – statt dass ein einzelner Agent alles allein macht.
Warum mehrere Agenten statt einem?
Ein einzelner Agent hat ein begrenztes Kontextfenster und arbeitet Schritt für Schritt. Bei umfangreichen Aufgaben – große Recherchen, komplexe Codebases – stößt das an Grenzen. Mehrere spezialisierte oder parallele Agenten können das umgehen, kosten dafür aber mehr Tokens und brauchen Koordination.
Verbreitete Muster
- Orchestrator-Worker: Ein Haupt-Agent (Orchestrator) zerlegt eine Aufgabe, delegiert Teile an Subagents und fasst deren Ergebnisse zusammen. Anthropics eigenes Recherche-System nutzt genau dieses Muster: ein Lead-Agent koordiniert mehrere spezialisierte Subagents, die parallel unterschiedliche Aspekte einer Frage untersuchen.
- Sequenzielle Pipeline: Das Ergebnis von Agent A wird zum Input für Agent B, dieser gibt weiter an Agent C – wie ein Fließband.
- Paralleles Fan-out: Mehrere Agenten arbeiten unabhängig an unterschiedlichen Teilproblemen gleichzeitig, die Ergebnisse werden am Ende zusammengeführt.
- Review/Debatte: Ein Agent erzeugt eine Lösung, ein zweiter, unabhängiger Agent prüft oder kritisiert sie, bevor sie freigegeben wird.
Der Tradeoff
Mehr Agenten bedeuten mehr Tokens, mehr Kosten und mehr Koordinationsaufwand – aber auch mehr Parallelität, bessere Spezialisierung und einen saubereren Hauptkontext, weil Zwischenschritte in den jeweiligen Subagent-Kontexten bleiben statt den Hauptkontext zu fluten.
BEISPIEL
Konzeptionelles Beispiel: Ein Orchestrator-Agent bekommt die Aufgabe 'Vergleiche drei Cloud-Anbieter'. Er schickt drei Subagents los, die parallel je einen Anbieter recherchieren, und fasst am Ende deren Ergebnisse zu einem Vergleich zusammen.
KURZ-QUIZ
Was ist das Orchestrator-Worker-Muster bei Multi-Agent-Systemen?
QUELLEN
- Anthropic Engineering: How we built our multi-agent research system ↗ www.anthropic.com
- Claude Code Doku: Subagents ↗ code.claude.com